2017-Medaille-Leopoldiwandertag Hohenruppersdorf

41. Medaille aus der Serie „Geschnitzte Fassböden” | Pestsäule

Zur heutigen sogenannten „Pestsäule“, die 2017 ihr 500jähriges Jubiläum feierte, ranken sich mehrere Mythen um deren Errichtung und Bedeutung.

Bis dato gibt es keine Hinweise auf den Ausbruch der Pest im Jahre 1517 oder davor. Dass die sogenannte „Pestsäule“ also aufgrund des Ausbrechens der Pest in Hohenruppersdorf errichtet wurde, sei dahingestellt. Gesicherte Quellen belegen, dass Hohenruppersdorf erst ab Ende des 16. Jahr- hunderts immer wieder von Seuchen heimgesucht wurde. 1599 wird von einer großen Seuchenplage und großem Sterben in der Gemeinde berichtet. Im Jahre 1655 wurde Hohenruppersdorf von der Pest heimgesucht und diese hat in kurzer Zeit mehrere Häuser infiziert. Damals wurde erstmals das Gelübde für die Wallfahrten nach Nikolsburg abgelegt. Im Juli 1657 wurde Hohenruppersdorf ein weiteres Mal von der Pest heimge- sucht. Im Juni 1679 wurde sie wieder in den Ort eingeschleppt. Zur heutigen sogenannten Pestsäule können folgende Vermutungen angestellt werden:

  • Wo die nach allen vier Seiten offene Pestsäule heute steht, diente sie – mit einer täglich angezündeten Laterne – als „Leuchtzeichen“ für die von Nieder- sulz Kommenden.
  • Auf dem Platz der Pestsäule soll für die an der Pest verstorbenen Personen eine Grube ausgehoben worden sein.

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